Häkeln hat leider noch immer das Image von biederen Omas oder Muttis, die daheim im Sessel sitzen und ihrer Handarbeit nachgehen. Dabei geht der Trend rund um die Welt, von ganz jung bis ins reife Alter. Gerade bei jungen Leuten hat die Handarbeit inzwischen viele Anhänger gefunden.

Die zahlreichen Erfahrungen, die ich durch die Kontakte in den sozialen Medien gewonnen habe, bestätigen dies ein um das andere Mal. Trotzdem bin ich erstaunt, wie selten ich damit in der Realität in Berührung komme.

Das angestaubte Image muss in meinen Augen unbedingt aufgepeppt werden.

Monte Baldo Gardasee © ccbon
Monte Baldo, auf über 2200 m Höhe am Gardasee

Also ran an die Häkelnadel und der Welt zeigen „Häkeln kann man immer und überall, wann und wo man mag“… where-u-want-crocheting… #wuwc!

Deshalb habe ich begonnen, ein paar Orte zu dokumentieren, an denen ich Wolle und Häkelnadel zücke.

Auf dem Sofa, im  Wartezimmer, während der Autofahrt oder einem Wanderstopp… Es gibt fast keinen Ort, an dem man seinem Hobby nicht nachgehen könnte.

Besonders während der letzten Urlaubsreisen hatte ich meine Handarbeit immer in einem Bobbelbag im Rucksack verstaut und konnte so bei Bedarf in einem Ruhepäuschen fröhlich häkeln.

Besonders am Strand macht das Häkeln viel Spaß. Manch einer liest oder lauscht unter den Kopfhörern der Musik, ich dagegen zücke meine Handarbeit. Man kann die Ruhe genießen, schaltet ab und gönnt sich natürlich auch einen Blick in die Umgebung.

Super entspannend war es auf den Höhen des Monte Baldo am Gardasee. Das Wandern dort oben ist toll und man wird in allen Richtungen mit traumhaften Aussichten ins Tal belohnt. Was gibt es Schöneres als sich dort auf der Wiese niederzulassen, unter sich den Gardasee, im Hintergrund die Dolomiten und einfach nur genießen. Selbst da konnte ich nach einer Weile die Hände nicht von meiner Wolle lassen.

Die nächste Wanderung führte uns ebenfalls direkt am Gardasee auf und rund um den Monte Brione. Oben am Gipfelkreuz angekommen wurde nicht nur ein Picknick- sondern auch Häkel-Päuschen eingelegt.

In der Toskana haben wir viele historische Altstädte besucht. Aber auch dort fand sich während des Stadtbummels ein gemütliches Plätzchen auf einer Bank oder Treppe, um den Füßen Erholung zu schenken und das Angenehme mit dem Hobby zu verbinden.

Hier ein Eindruck von der Piazza del Duomo in San Gimignano in der Toskana. Die Wolle hatte ich mir erst tags zuvor in der Altstadt von Siena gekauft und wollte sie natürlich umgehend annadeln.

Ein echtes Highlight war für mich der Besuch in Verona. An der Piazza Brà lud die Rathaustreppe ein, um den Blick schweifen zu lassen, das Treiben zu beobachten und um den Bobbelbag aus dem Rucksack zu holen.

Unsere letzte Urlaubsreise in diesem Jahr führte uns an die stürmische Nordsee, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn für unseren Kurztrip hatte wir uns in der Tat ein sehr stürmisches Wochenende „ausgesucht“.

Ich muss zugeben, dass es unter diesen Witterungsbedingungen nicht ganz einfach ist und auch nicht ganz so viel Spaß macht, aber nichts desto trotz wollte ich meiner WollLolli-Häkelnadel auch diesen Ort zeigen. Hooksiel im Wangernland.

Wenn ich unterwegs bin, dann trage ich nicht nur mit Stolz selbsgehäkelt Mütze, Schal oder Tuch, sondern zeige meinen Häkelnadeln auch die Welt.

Eure CC

2 Antworten auf „#WhereUWantCrocheting“

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