UFOs war das Thema meines letzten Beitrags. Damit dieser Berg bei mir zu Haus nicht weiter anwächst, sind meine Häkelnadeln momentan allesamt sehr fleißig. Alle laufenden Projekte gehen gut voran.

Im Juli starteten mehrere CALs, an denen ich mich beteiligen wollte. Einer davon war das gemeinsame Häkeln der Weste „Waldläufer“ nach einer Anleitung von Morben Design. Diese Arbeit habe ich bereits abgeschlossen und möchte sie euch nicht vorenthalten.

Was hat mich gereizt, die Weste mitzuhäkeln?
Erstens mag ich die Anleitungen von Morben Design. Sie sind abwechslungsreich und super gut verständlich. Ich arbeite meistens nach Häkelschrift, die dort immer bestens ausgearbeitet ist.

Zweitens ist der Herbst nicht mehr so weit weg und eine Weste, die ich im Übrigen noch nie gehäkelt habe, ein tolles Accessoire für diese Jahreszeit.

Drittens, wahrscheinlich der ausschlaggebende Punkt, besitzt die Weste eine Kapuze. Ich finde, eine Kapuze peppt fast jedes Oberteil auf und macht es zu einem besonderen Hingucker.

Der CAL wurde in drei Teilen veröffentlicht, jeweils für eines der beiden Vorderteile und das Rückenteil. Die Muster waren nicht schwierig zu häkeln und die Kapuze wurde fortlaufend mitgearbeitet.

Ich hatte mich für ein vierfädiges Garn aus der Mützenstraße entschieden. Der Bobbel heißt „Dark Sailor“ und hat einen wunderschönen Ton-Ton-Verlauf mit blau-petrol-ähnlichen Farben. Gehäkelt habe ich mit einer Häkelnadel der Stärke 4,0.

Da ich diesen CAL mit der höchsten Priorität gearbeitet habe, war ich mit Erscheinen der Anleitungsteile immer gut im Zeitplan und relativ schnell fertig. Doch dann, oh weh, die Weste passte nicht.

An den Schultern erschien sie mir viel zu breit, die Kapuze viel zu groß und insgesamt hatte ich das Gefühl, dass ich ständig an mir rumzupfen muss, damit die Weste einigermaßen sitzt.

Passt nicht? Was hatte ich denn falsch gemacht? Ich hatte mich an die Anleitung und den dort angegebenen Maßen für meine Größe gehalten und nun soll sie zu breit sein?

Einfach drauf los ribbeln kam für mich nicht in Frage, jedenfalls nicht, so lange ich nicht wusste, wo der Fehler lag. An diesem Punkt angekommen stellt man fest, wie schön ein CAL ist. Man ist nicht allein, viele arbeiten gemeinsam an dem gleichen Häkelstück und hadern eventuell mit ähnlichen Problemen oder können anderweitig helfen. Natürlich gibt es auch jede Menge Tipps vom Designer der Anleitung.

Genau diese Tipps haben mir am Ende weitergeholfen. Ich hatte nichts falsch gemacht, außer – nicht lachen – die Weste falsch anzuziehen. Klingt etwas seltsam, aber so war es. Ich hatte sie immer wieder angezogen, weggehängt, hervorgeholt und erneut anprobiert. Was soll ich sagen, irgendwann saß sie dort, wo sie hingehörte und ich fühlte mich wohl.

Ende gut, alles gut und ich bin glücklich über ein neues Kleidungsstück.

Nun soll es zwar noch nicht ganz so schnell Herbst werden, ein wenig möchte ich den Sommer noch genießen. Aber meine Weste wartet gewiss darauf, endlich zum Einsatz zu kommen.

Eure CC

2 Antworten auf „Meine Sommerprojekte 2018 – CAL „Waldläufer““

  1. Wie immer hast du das super schön ge-, be- und umschrieben!
    So ein CAL (crochet=häkeln) oder KAL (knit=stricken) macht schon Spaß!

    Danke für das Teilen deiner Erfahrung

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