Ein Magischer Ring wird in Anleitungen häufig auch als Fadenring bezeichnet oder man sieht Abkürzungen wie MR (magic ring) oder FR.

Zum Einsatz kommt er sehr oft bei Amigurumis aber auch bei Formen, die im Halbkreis oder Dreieck gehäkelt werden, also z.B. Tücher.

Wie genau funktioniert er nun eigentlich?

 

Beginne mit deiner gewohnten Anfangshandhaltung und lege den Faden mehrmals  um den Zeigefinger deiner Hand.

Führe den Faden dann weiter und wickel ihn einmal vollständig um den Daumen.

Magic Ring Foto Tutorial © cc bon

 

Das Fadenende fixierst du am besten mit den verbleibenden Fingern derselben Hand. Wähle das Fadenende nicht zu kurz, da es sonst beim Behäkeln am Anfang leicht aus dem Ring rutschen kann und du deine Anfangsmaschen verlierst.

Magic Ring Foto Tutorial © cc bon

 

Nun stichst du mit der Häkelnadel von oben in die Fadenschlaufe am Daumen ein und holst den Fadenabschnitt zwischen Zeigefinger und Daumen wie einen Arbeitsfaden mit der Nadel durch die Daumenschlaufe. Jetzt hast du eine Anfangsschlaufe.

Magischer Ring © ccbon
Magischer Ring © ccbon
Magischer Ring © ccbon

 

Um die Schlaufe zu fixieren, hole den Arbeitsfaden zwischen Zeigefinger und Daumen ein zweites Mal (ohne durch die Schlaufe am Daumen zu gehen) und ziehe ihn durch deine Anfangsschlaufe.
(ohne Foto)

 

Jetzt hast du deinen Ring im Prinzip schon erstellt, aber er macht natürlich erst Sinn, wenn er mit Maschen behäkelt wird.
Dafür ziehe den Ring vorsichtig nach oben von deinem Daumen, halte dabei die Schlaufenfixierung mit der rechten Hand fest.

Magischer Ring © ccbon

 

Nun häkelst du deine gewünschten Maschen um den Faden des Ringes herum. Dabei ist es egal, ob feste Maschen (fM), halbe Stäbchen (hStb) oder andere. Die nachfolgenden Bilder zeigen das Behäkeln des Ringes mit einfachen Stäbchen.

Bilde einen Umschlag mit der Nadel, stich in den Ring ein und hole den Arbeitsfaden durch.

Magischer Ring © ccbon
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Jetzt hast du drei Schlingen auf der Nadel. Häkel wie gewohnt ein einfaches Stäbchen.

Magischer Ring © ccbon

 

Wiederhole den Vorgang so oft, bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist.

Du wirst merken, dass der Ring flexibel ist und du durch Ziehen am Fadenende die Größe des Ringes bestimmen kannst, um dir die Arbeit beim Häkeln zu erleichtern.

Magischer Ring © ccbon

 

Hast du die gewünschte Anzahl an Maschen in den Ring gehäkelt, dann kannst du ihn fest zuziehen, um ihn zu schließen.

Magischer Ring © ccbon
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Wenn du in Runden weiterhäkeln möchtest, verbindest du die soeben gehäkelten Maschen mit einer Kettmasche (KM). Damit ist deine erste Runde beendet.

Magischer Ring © ccbon
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Möchtest du in Spiralrunden häkeln, dann ersetze die KM durch eine fM oder eine andere Maschenart, wie in deinem Muster gefordert.

Arbeitest du in Reihen, dann wendest du deine Arbeit und häkelst die Rückreihe.

Gerade in den ersten Reihen oder Runden kann es passieren, dass sich der Ring leicht löst, da er noch vollständigt fixiert ist. Das ist nicht weiter schlimm. Zieh einfach immer mal straff am Fadenende und schließe den Ring.

Deshalb ist es wichtig, das Fadenende beim Erstellen des Ringes nicht zu kurz vorzusehen.

Nach ein paar Reihen/Runden lässt der Zug auf den Ring nach. Dann passiert das nicht mehr.

Nach Abschluss deiner Arbeit auch diesen Anfangsfaden sehr gut vernähen.

Magischer Ring © ccbon

Ich nutze den Magischen Ring immer auch dort, wenn ein Anfangsring aus vier Luftmaschen gefordert ist und mit den Maschen der eigentlich ersten Runde behäkelt werden soll.

Je nachdem, wie dick das betreffende Garn ist, bleibt bei einer Luftmaschenkette (LM) doch immer ein kleines Loch. Wenn dies nicht explizit gewünscht ist, dann arbeite ich lieber mit dem MR. Diesen kann man vollständig schließen, ohne dass eine Lücke bleibt.

Probier es aus!

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