Das bin ich © cc bon

Das bin ich, zu Hause an meinem Esstisch, in meiner Wohnung, meinem Haus. Ich trage ein Kleid, dass ich bei „Piep“ gekauft habe und ich war bei meinem Friseur „Piep“ in „Piep“. Die Ohrringe sind ein Geschenk meines Liebsten, gekauft bei „Piep“.

„Was soll das denn?“ „Hat sie jetzt einen Piep“?
Die Fragen wären nicht unberechtigt. Doch bei der aktuellen Rechtssprechung zum Thema Marken- und Produktnennung im Internet, auf Blogs oder in den sozialen Medien läuft man tatsächlich Gefahr, einen „Piep“ zu bekommen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht zum x-ten Mal ausführen, was erlaubt ist und was nicht, was ein Post oder eine Blogbeitrag an Kennzeichnung erfordert. Das ist mittlerweile an verschiedenen Stellen im Web veröffentlicht und leicht zu recherchieren, zumal ich damit Gefahr laufe, jemanden oder etwas zu bevorzugen, so dass ich eine Kennzeichnung vornehmen müsste. Außerdem ist die Grauzone in dieser Thematik so riesig, dass sich wahrscheinlich nur Wenige aus dem Fenster lehnen würden, um zu empfehlen, was richtig und erlaubt ist.

Obwohl ich eine extra Seite mit der Information meiner Werbe-Kennzeichnung hier veröffentlicht habe, liegt mir daran, meine Meinung zur Sinnhaftigkeit des Erfordernis kund zu tun und wie ich hier künftig damit umgehen werde.

  1. Alles was auf meinem Blog zu sehen ist, entstammt meiner Feder und meines Geistes, sofern nicht anders gekennzeichnet.
  2. Ich bin eine Privatperson und betreibe kein Gewerbe.
  3. Die Handarbeit und alles, was sich darum rankt, ist mein Hobby. Es ist mir ein Bedürfnis, meine Gedanken, Ideen und Resultate mit Anderen zu teilen.
  4. Für mein Hobby ist der Einsatz von Rohmaterial und Werkzeug zwingend notwendig wie z.B. Wolle, Nadeln oder auch eine Anleitung. Diese werde ich auch weiterhin in meinen Beiträgen erwähnen.
  5. Habe ich bisher möglichst viel Fremdlinks verwendet, werde ich vorerst weitestgehend darauf verzichten, um einen Werbecharakter zu vermeiden. Eine gänzliche Unterlassung der Nennung von Produkten oder Namen erscheint mir persönlich nicht möglich.
  6. Meine Seitenleiste enthält eine Liste mit wechselnden Linkeinträgen. Diese sind eine Information darüber, welche Seiten mich aktuell interessieren, welche Webseiten ich regelmäßig und gern verfolge. Ich wähle diese Einträge nach eigenem Interesse aus und erhalte dafür keine Gegenleistung.
  7. Alles, was auf meinem Blog zu lesen ist, ist meine ganz persönliche und individuelle Meinung. Ich schreibe darüber, weil es mir gefällt oder manchmal, weil es mir nicht gefällt. Nichts von alldem soll als Aufforderung zum Kauf, Verwendung o.ä. verstanden werden.
  8. Für den Fall, dass ich  eine Gegenleistung zur Verfügung gestellt bekomme, werde ich den entsprechenden Beitrag mit der Kennzeichnung [Werbung] versehen. Dabei gilt jedoch trotzdem, dass die Inhalte eines Beitrages immer meine eigene Meinung darstellen und nie erkauft werden.

Ich hoffe, dass meine Ausführungen dazu ausreichend sind. Viele Blogger und DIYer markieren alles, was sie veröffentlichen, als Werbung. Aus Angst vor Abmahnungen wird der Begriff der Werbung damit komplett verunstaltet und verschleiert. Eine Unterscheidung von Werbung und „reiner“ Information ist kaum noch möglich. Ich mache mir inzwischen nicht mehr die Mühe, zu verstehen, wofür in einem Beitrag oder auf einem Foto geworben wird, wenn es nicht offensichtlich ist.

Elfe gemalt © cc bon

Das Web ist voll mit kreativen Ideen, reich an kunstvollen Dingen, an deren Anblick man sich erfreut. Ich möchte auch in Zukunft arglos schöne Dinge veröffentlichen, wie z.B. dieses Bild, welches meine Tochter für mich gemalt hat. Nein, ich werbe jetzt nicht für sie und ihre Kunst, ich freue mich einfach nur über dieses Geschenk und möchte dies gern teilen.

Trotz all dieser gefühlten Unsinnigkeit und der Ohnmacht gegen die aktuelle Rechtssprechnung wünsche ich mir, dass Blogs, egal welchen Charakters, ihren Sinn und ihren Nutzen nicht verlieren. Ein Blog lebt davon, zu verlinken, zu vernetzen, sich austauschen… Wir leben nicht in der Urzeit, wo Mutter Natur alles vor die Füße legt und wir uns ein jedes Mal neu überlegen, was wir daraus machen können. Wir leben in einer Zeit, in der wir von der Inspiration und den Erfahrungen anderer Menschen mit gleichen Interessen profitieren können und gleichsam in geeigneter Form dazu beitragen möchten.

An dieser Stelle spreche ich deshalb ein universelles Dankeschön an alle Kreativ-Blogger aus, die mich inspiriert haben, die mir mit Tipps geholfen haben, die mir ein „Ah und Oh“ entlocken oder einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Danke mit Herz aus Alabaster © cc bon

DANKE,
eure CC

2 Antworten auf „In eigener Sache zur Werbekennzeichnung“

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