In letzter Zeit war es etwas ruhig hier im Blog. Das bedeutet nicht, dass ich untätig bin. Ganz im Gegenteil, nur die Zeit zum Bloggen fehlt mir im Moment einfach. Stattdessen häkel ich, was das Zeug hält.

Tuch coron © cc bon
Coron
Tuch Minai © cc bon
Minai

Während meines kürzlich beendeten Urlaubs sind zwei neue Tücher entstanden. Das Design stammt aus der Feder von Jasmin Räsänen von Morben Design. Wie sehr ich ihre Anleitungen mag, habt ihr sicher schon mitbekommen.

Mit der Motivation zweier schneller Erfolgserlebnisse habe ich mich danach an eines meiner UFOs gewagt, ein c2c-Projekt.

Jeder, der häkelt, strickt oder näht, kennt den Begriff eines UFOs sicherlich. Es handelt sich dabei um die Abkürzung für ein UnFertiges Objekt. Wenn die Wunsch- und ToDo-Liste immer länger wird, die Kreativität übersprudelt oder einfach ein Ereignis oder Geschenkewunsch in die aktuellen Projekte hineinplatzt, dann kann es schnell passieren, dass aus drei bis vier gleichzeitigen Projekten noch viel mehr werden.

Wolle und UFOs © cc bon

Ist das nun schlimm, wird sich manch Einer fragen. Meiner Meinung nach „Nein“. Letztlich hängt es davon ab, wie man selbst damit umgeht. Verzettelt man sich bei zu vielen Parallelprojekten? Macht es einen unruhig oder gar unglücklich, wenn man einen Berg unfertiger Projekte vor sich liegen sieht? Schließlich verschafft einem oft erst das fertiggestellte Werk das Gefühl von Zufriedenheit, etwas erschaffen und etwas geschafft zu haben.

Für mich bedeuten UFOs manchmal auch eine Chance zur Abwechslung. Es gibt Arbeiten, die in sich selbst nicht so viel davon bieten, so dass man glücklich ist, zwischendurch mal eine andere Handarbeit fortzuführen. Zudem ist der Charakter der Arbeiten recht unterschiedlich. Manche Häkeleien eignen sich super als ToGo-Projekt für das Wartezimmer, die Zugfahrt oder Wanderpausen. Andere Arbeiten sind einfach nur zu Hause auf dem Lieblingsplatz vernünftig fortzuführen, z.B. wenn sie eine entsprechende Größe erreichen oder wenn mit mehreren Knäueln gleichzeitig gearbeitet werden muss. Auch das Muster kann einfach sein, dass man es „nebenbei“ häkelt, andere wiederum erfordern Ruhe und Konzentration.

Was habe ich in den letzten Wochen aufgearbeitet? Ein Paar gestrickte Socken, die seit Jahresbeginn auf den Nadeln ruhten und das bereits erwähnte C2C-Projekt, wobei letzteres noch nicht fertig ist. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, dieses auf jeden Fall zu beenden, bevor etwas Neues angenadelt wird, aber nun bin ich doch wieder eingeknickt. Gerade erst habe ich ein neues Tuch in Angriff genommen sowie einen Loop im Rahmen eines CAL.

Zwei weitere CALs starten noch in dieser Woche, an denen ich mich ebenfalls beteiligen möchte.

Besteht nun die Gefahr, mich zu verzetteln? Ich glaube nicht. Ich habe jederzeit die Chance, das mir angenehmste Projekt zu greifen, wo immer ich gerade bin. Die Abschnitte des CAL erscheinen in ausreichend großen Abständen, ich muss nicht sehnsüchtig auf den nächsten Teil warten, sondern greif mir ein zweites oder drittes Projekt.

Aktuell liegen drei „echte“ UFOs  bei mir in den Körben, möglicherweise kommen mit den vielen parallelen Starts in dieser Woche weitere dazu. Doch solange ich eine Häkelarbeit regelmäßig in die Hand nehme, um sie fortzusetzen, zählt sie nicht als UFO.

In den nächsten Wochen werde ich verstärkt von den Projekten der CALs berichten und wie die Arbeit vorangeht. Zudem hoffe ich, euch bald die Vollendung des c2c-UFOs zeigen zu können.

Es bleibt spannend und bunt.

Eure CC

4 Antworten auf „Ein UFO kommt selten allein“

  1. Mehrere Projekte auf den Nadeln zu haben, dürfte fast jeder kennen. Ich wechsel immer mal zwischen häkeln und stricken, dazu gibt es ständig irgendwelche CAL/KAL’s.
    Im WWW schwirren sooo viele schöne Anleitungen umher, dass man es kaum schafft, die Wunschliste schrumpfen zu lassen.
    Du hast wunderbar erläutert, warum UFO’s gar nicht so tragisch sind…
    Man darf sich nur selbst keinen Stress machen…

    1. Danke dir, Denise… Wenn man, wie du, gleichermaßen häkelt und strickt, dann ist der Berg an UFOs womöglich noch größer. Stricken kommt bei mir seltener vor. Und natürlich hast du Recht… das Web ist voll mit Ideen und Anleitungen und der eigene Kopf auch noch 😉

  2. Meine UFOs habe ich ja wirklich auch teilweise deinem Ansporn zu verdanken, liebe Carmen… dass ist mir normalerweise vollkommen unbekannt, aber du kannst mich auch wirklich dazu verleiten

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